Diagnostik

Ausführliche Anamnese

Unter einer Anamnese versteht man ein systematisches Verfahren zur Erfassung von medizinisch relevanten Informationen eines Patienten. Sie beginnt häufig mit dem einleitenden Satz „Was führt Sie zu mir?“. Eine Anamnese hat zum Ziel, die Beschwerden des Patienten im Ganzen zu betrachten. Es werden durch gezielte Fragen zur Vorgeschichte, Lebensumständen und weiteren Themen des Patienten mit einbezogen, um so die derzeitigen Beschwerden und deren Entstehung bestmöglich beurteilen zu können. Zusätzlich werden auch eine Reihe von körperlichen Untersuchungen, wie z.B. Blutdruckmessung zur Diagnostik durchgeführt durchgeführt.

Die Anamnese ist eine Basis für Art und Umfang der weiterführenden Therapiemethoden. Die ausführliche Anamnese erfolgt beim ersten Besuch des Patienten, oder auch wenn der Patient neue Symptome aufweist.

Typische Bereiche die bei der Anamnese abgefragt werden, sind z.B. Biografie (Familie, Beruf, Freizeit, etc.), vegetative Körperfunktionen (Schlaf, Essverhalten, Atmung, Stuhlgang, etc.), Vorerkrankungen, Organsysteme, Schmerzen, Allgemeinzustand, etc.

Medizinisches Labor

In Kooperation mit medizinischen Laboren werden, Blutanalysen individuell zum Gesundheitszustand des Patienten angestellt. Hierzu wird den Patienten bei mir in der Praxis Blut abgenommen und an das entsprechende Labor zur Analyse versendet. Die Ergebnisse werden mir nach wenigen Tagen zur Verfügung gestellt und können dann mit dem Patienten besprochen werden. Aus den sich ergebenden Blutwerten wird dann eine entsprechende Therapie abgeleitet.

Urinfunktionstest (Schwenktest)

Bei diesem Test gibt der Patient eine Urinprobe in der Praxis ab. Diese Probe wird vor Ort anhand von Untermischung verschiedener Reagenzien und Kochprozessen analysiert. Die Ergebnisse geben Aufschluss über den aktuellen Zustand von Niere, Darm, Pankreas, Leber und Galle.

Man erhält so oftmals schnell eine Aussage bezüglich einer möglichen Schwäche der besagten Organe und es können Therapien zur Stärkung und Anregung festgelegt werden.

Diese Methode, oft auch als Urinfunktionsdiagnostik bezeichnet, stammt ursprünglich aus der evidenzbasierten Medizin, landläufig Schulmedizin genannt. Dort wurde sie aber zugunsten der verfeinerten laborchemischen Verfahren aufgegeben und findet sich heute primär in der Naturheilkunde. Sie leistet mir aus meiner Sicht aber hervorragende Dienste in der orientierenden Diagnostik, erstes Screening.